allgemein »

[15 Dez 2014 | Kommentare deaktiviert | ]

 
Landesrecht vor Völkerrecht greift zu kurz, viel zu kurz. Entscheidend ist das Gemeinderecht. In unserer Gemeinde entscheiden noch immer der Pfarrer und der Gemeindepräsident wer den Ministranten unter die Hose greifen darf. Wir leben zwischen zwei bewaldeten Hügeln, das prägt und veredelt unsere Wahrnehmung – fremde Richter brauchen wir wahrlich nicht. Auch wir haben einst ministriert. Wir wissen, wie’s geht.
 
Landesrecht vor Völkerrecht, Gemeinderecht vor Landesrecht. Alles, was recht ist.

Politik »

[15 Dez 2014 | Kommentare deaktiviert | ]

 
Bei uns herrschen der Gemeindepräsident, der Lehrer, der Pfarrer, der Cäcilienchor, die Jungfrauenvereinigung und der Turnverein. Sie stehen ein für Anstand und Ordnung. Wir brauchen keine fremde Richter. Wenn ein neuer Dorfpolizist um Mitternacht die Beiz schliessen will, lernt er, was Gemeindeautonomie heisst– tropfnass im Dorfbrunnen badend. In Brüssel wird geplaudert, bei uns wird gebadet.
Landesrecht vor Völkerrecht, Gemeinderecht vor Landesrecht Alles was recht ist.
 
Mit seinem Armbrustpfeil erdolchte Tell das Völkerrecht und im Blute Gesslers badete er das selbige. Was im elften Jahrhunde
Wilhelm Tell und das Völkerrecht
 
rt Recht war, sei uns …

Politik »

[19 Feb 2014 | Kommentare deaktiviert | ]

Chrisi hat ein Problem mit welschen Zungen, in Häusermeeren lebenden Individuen und ganz generell mit all jenen, die nicht in seinem Sinne Stimmzettel ankreuzen. Sie sind beinahe schlimmer als jene, die ihn einst aus dem VR einer Schweizer Grossbank warfen – ein Ereignis, das seine Sinne noch immer verfinstert. Als Übervater der Eidgenossenschaft, als Wilhelm Tell im Kampf gegen den Vogt Europa, hält er seine Armbrust gespannt: Ein Verbot, sich auf Schweizer Territorium in Französisch auszudrücken, ist bereits vorformuliert. Ein Verfassungsartikel soll’s richten. Städter werden aufs Land umgesiedelt und die …

Kultur »

[19 Feb 2014 | Kommentare deaktiviert | ]

Lebenslanges Klamottenknipsen führt zu einer Verfinsterung aller Sinne. Das färbt ab auf ihre z.T.unschuldig-z.T.minderjährig-z.T.magersüchtigen Models. Im neuen Zeit-Magazin signalisiert der mürrische Blick des Bottega-Veneta-Models die unendliche lange Distanz zu den Toiletten, Sportmodels versuchen Momente der Agonie nachzustellen, das Strenesse-Model stellt die Sinnfrage, das Prada-Kindchen durchlebt gerade eine erschütternde Marienerscheinung. Die Models sind unschuldig, finanziert den Knipsern endlich ihre Laserbehandlung. So unbequem können die Klamotten doch gar nicht sein.

Kultur, Politik »

[7 Feb 2014 | Kommentare deaktiviert | ]

Die Mantra unserer Sportfunktionäre lautet: Sport und Politik sind feinsäuberlich zu trennen. Sie sagen auch: Sport und Korruption sind feinsäuberlich zu trennen. Sie sagen auch: Sport und Doping sind feinsäuberlich zu trennen. Das stimmt alles, sofern man „feinsäuberlich trennen“ durch „jubelnde Geschwisterpaare“ ersetzt. Das sagt auch Wladimir Wladimirowitsch Putin … nach einigen Gläschen Wodka … ex.